Mitglieder der SPD und interessierte Bürger*innen am Begegnungszentrum Kinderhaus

SPD-Landtagsabgeordnete informieren sich über Situation in Kinderhaus

Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Kinderhaus haben sich die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Nina Andrieshen und André Stinka gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Begegnungszentrums Kinderhaus (BGZ) vor Ort über die aktuelle Situation im Wohnkomplex „Schleife“ informiert. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Wohnverhältnisse in Teilen der Hochhaussiedlung sowie die sozialen Herausforderungen im Quartier.

Bei einem Rundgang und anschließenden Gesprächen wurde deutlich, dass insbesondere bei einzelnen Wohnungsbeständen weiterhin erhebliche Probleme bestehen. Thematisiert wurden unter anderem Schimmelbefall, feuchte Wände, defekte Heizungen, Sanierungsrückstände und fehlende Investitionen. Darüber hinaus wurde über problematische Eigentümerstrukturen und die zunehmende Entwicklung gesprochen, Wohnraum vor allem unter Renditegesichtspunkten zu betrachten.

„Die Situation in einzelnen Gebäuden ist weiterhin sehr belastend für viele Menschen. Gleichzeitig sieht man aber auch, wie wichtig die gemeinsame Arbeit von sozialen Einrichtungen und verantwortungsvoll handelnden Wohnungsunternehmen für die Entwicklung des Quartiers ist“, erklärten die Landtagsabgeordneten Nina Andrieshen und André Stinka.

Auch Jan Bläs, SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Münster I hob die Bedeutung langfristiger Investitionen und stabiler Strukturen hervor: „Kinderhaus braucht verlässliche Wohnungsunternehmen, funktionierende soziale Strukturen und nachhaltige Perspektiven. Gerade dort, wo soziale Herausforderungen besonders groß sind, dürfen Quartiere und die dort lebenden Menschen mit ihren Problemen nicht allein gelassen werden.“

Im Austausch wurde auch deutlich gemacht, dass sich in den vergangenen Jahren bereits vieles in der Schleife positiv entwickelt hat und zahlreiche Maßnahmen angestoßen und umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem Projekte zur Verbesserung des Wohnumfeldes, soziale Unterstützungsangebote, Integrations- und Bildungsarbeit sowie Maßnahmen zur Stärkung des Quartierszusammenhalts.

Auch verschiedene Wohnungsunternehmen investieren bereits in ihre Bestände und beteiligen sich aktiv an der Entwicklung des Stadtteils.

„Kinderhaus braucht Aufmerksamkeit, Investitionen und starke soziale Strukturen. Entscheidend ist, die positiven Entwicklungen im Quartier weiter zu stärken und dort konsequent zu handeln, wo weiterhin Probleme bestehen“, erklärt Niklas Esser, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Kinderhaus.

Besonders hervorgehoben wurde die wichtige Arbeit des Begegnungszentrums Kinderhaus und weiterer sozialer Einrichtungen vor Ort. Sie seien für viele Menschen im Quartier eine zentrale Anlaufstelle, böten Beratung und Unterstützung im Alltag und stärkten den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil nachhaltig. Gerade in einem Quartier mit vielfältigen sozialen Herausforderungen seien niedrigschwellige Angebote und persönliche Ansprechpartner unverzichtbar.

Im weiteren Austausch wurde über die Schließung der Kita im Quartier, die Bedeutung frühkindlicher Bildung in sozialen herausfordernden Quartieren, ein verpflichtendes letztes Kitajahr sowie über Möglichkeiten gesprochen, Familien und Kinder künftig noch stärker zu unterstützen.

Der SPD-Ortsverein Kinderhaus begrüßte den intensiven Austausch vor Ort. Einigkeit bestand darüber, dass die Situation in der Schleife nicht aus dem Blick geraten darf und die sozialen Einrichtungen vor Ort gestärkt werden müssen, um die Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen in Kinderhaus nachhaltig zu verbessern.